Neue Wege mit Beacons?

von Patrick Brehmer — Gepostet in Digitalität am 20. Juni 2014

Man liest momentan viel über die Möglichkeiten der neuen Beacon Technologie. Doch welche praktischen Anwendungen und damit verbundene Vorteile sind für Anwender wirklich sinnvoll? Ich möchte Ihnen heute drei mögliche Bereiche vorstellen, in denen der Einsatz von Beacons mit der entsprechenden App einen Mehrwert für jeden Nutzer hat.

Drei sinnvolle Anwendungsbereiche – sorgenfreie Ausflüge und Reisen.

Der Zoo!

Stellen Sie sich vor es ist ein schöner Sommertag und Sie möchten einen Ausflug in den Zoo machen. Dort angekommen wartet schon eine Schlange an den Kassen auf Sie. Haben Sie endlich die ersehnten Tickets gekauft, können Sie mit Ihrem Rundgang beginnen. An den unterschiedlichen Gehegen möchten Sie etwas über die Tiere und speziell über diese Exemplare nachlesen. Bei großen Besucherströmen tummeln sich jedoch schon viele Personen an den Informationstafeln. In der Regel geht man einfach weiter und bleibt unwissend.

Die Wartezeiten können durch die Platzierung von Beacons und die Bereitstellung einer passenden App enorm verkürzt oder gänzlich aufgehoben werden. Die Tickets kauft man bequem online und beim Betreten des Zoos erfolgt die Überprüfung mittels Verbindung von Beacons und Ihrem Smartphone. Somit fällt die Wartezeit am Eingang im besten Fall gänzlich Weg. Durch die Platzierung der Beacons an den einzelnen Gehegen findet eine exakte Standortbestimmung statt. An jedem Ort können Ihnen gezielte Informationen – als Audio-, Video- oder Textdatei – zu einzelnen Tieren, zu Angeboten in den Restaurants oder zu Ihrer näheren Umgebung auf Ihrem Smartphone angezeigt werden. Durch die verschiedenen Medien wird der Zugang zu Informationen vereinfacht, was einer geringen Einstiegsschwelle zur Bildung gleichzusetzen ist. Den kleinen Besuchern kann eine „Kinder-Safari“ viel Spaß bereiten und gleichzeitig Wissen spielerisch vermitteln. Durch die Beantwortung verschiedener Fragen zu einzelnen Tieren werden Punkte gesammelt, welche man am Ausgang gegen kleine Prämien eintauschen kann. Eine Route, welche die eigenen Interessen und Vorlieben abdeckt, kann im Vorfeld geplant werden. Der Blick auf den Plan des Zoos ist somit nicht mehr notwendig. Dies alles sollte jedoch nur bei Bedarf geschehen, da sonst eine Informationsflut auf die Besucher einströmt, welche im Endeffekt eher störend als hilfreich ist.

Das Museum!  

Beim Museum verhält es sich ähnlich wie beim Zoo. Die Indoor Ortung ist bei der Nutzung von Beacons sehr genau. Somit können Ihnen auch hier an jedem Ort die passenden Informationen bereitgestellt werden – bei Bedarf. Das Erlebnis kann durch einen passenden Audio-Guide und gezielt ausgewählte Videos (zu Künstlern und Arbeitsweisen) verstärkt werden. Über ein Quiz für die Besucher kann auch hier die Brücke zur Bildung geschlagen werden. Am Ende des Besuchs löst man die erreichten Punkte gegen kleine Prämien ein. Auch die Indoor-Navigation ist eine interessante Möglichkeit, welche die neue Technologie bietet. So können abseits des vorgeschriebenen Rundgangs neue persönliche Routen erstellt werden.

Der Flughafen oder der Bahnhof!

Sinnvolle Anwendungsbereiche für die zielgerichtete und zeitsparende Indoor-Navigation sind fertiggestellte internationale Flughäfen und Bahnhöfe. Da man oft nur wenig Zeit für das Umsteigen in den Anschlussflug oder den nächsten Zug hat, wird der kurze Aufenthalt oft mit viel Stress verbunden. Um diesem Problem vorzubeugen, können Beacons und eine passende App zum Einsatz kommen. Zunächst erfolgt eine genaue Bestimmung Ihres Standorts. Anschließend können Sie Ihrer App mitteilen, zu welchem Terminal oder Bahnsteig Sie müssen. Es beginnt die bequeme Navigation zu Ihrem Ziel. Durch eine integrierte Distanzanzeige und den dazugehörigen Timer, wissen Sie immer wie weit Ihr Ziel entfernt ist und wie viel Zeit Sie zum Erreichen benötigen. Somit wird die oft stressige und hektische Suche nach dem entsprechenden Terminal oder Bahnsteig um ein wesentliches leichter. Zusätzlich kann das Boarding vereinfacht werden, indem die Tickets auf dem Smartphone durch die Beacons erkannt und gescannt werden. Damit steht der geplanten Reise nichts mehr im Wege.

Navigation im Nahfeldbereich

Ein Beacon der Firma estimote im Einsatz (http://estimote.com/press-kit/)

Ist schon alles Gold was glänzt?

Die Gedankenspiele über mögliche Einsatzorte für die Beacon-Technologie und die dazugehörigen Apps sind schon sehr vielversprechend. Man muss hier jedoch auch mögliche Probleme und rechtliche Grenzen betrachten. Die Reichweite (max. 30 Meter) der Technologie und die exakte Ortung – Indoor und Outdoor – setzt das Vorhandsein einer Vielzahl an Beacons in einem Bereich voraus. Da es sich dabei um Hardware handelt, muss diese regelmäßig gewartet und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Hierfür wird Personal benötigt, wodurch die Personalkosten steigen. Dies ist zwar nicht das Problem der Anwender, jedoch der Betreiber, welche über die Einführung einer neuen Technologie entscheiden.

Der Datenaustausch zwischen den Beacons und dem jeweiligen Smartphone sollte nicht permanent stattfinden, sondern nur bei Bedarf. Ein dauerhafter Informationsfluss macht den Ausflug schnell zum nervtötenden Erlebnis, da das Smartphone alle paar Minuten läutet oder vibriert. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass benutzerdefinierte Einstellungen in den Apps möglich sind, um nur das zu erhalten, was wirklich von Interesse ist. Die Einstellungsmöglichkeiten sollten dabei zeitgleich benutzerfreundlich sein und kein abgeschlossenes Studium im IT-Bereich voraussetzen.

Die Speicherung von persönlichen Daten sollte vermieden werden. In der heutigen Zeit, welche durch Schlagzeilen wie „NSA-Affäre“ oder „Gläserner Bürger“ geprägt wird, ist dies ein ganz sensibles Thema. Meiner Meinung nach sollten das Verhalten und die Interessen der Nutzer einer solchen Technologie nicht zusätzlich erfasst werden. Es bleibt also abzuwarten in welchem Umfang diese vielversprechende Technologie wirklich zum Einsatz kommt und welche Vor- oder Nachteile sie bürgt.

Hier geht es zu meinem Artikel der die iBeacon Technologie detailliert erläutert.

Neue Wege mit Beacons?

Digitalität

Die Beacon Technologie vorgestellt anhand von drei sinnvollen Anwendungsbereichen

Man liest momentan viel über die Möglichkeiten der neuen Beacon Technologie. Doch welche praktischen Anwendungen und damit verbundene Vorteile sind für Anwender wirklich sinnvoll? Ich möchte Ihnen heute drei mögliche Bereiche vorstellen, in denen der Einsatz von Beacons mit der entsprechenden App einen Mehrwert für jeden Nutzer hat.

Drei sinnvolle Anwendungsbereiche – sorgenfreie Ausflüge und Reisen.

Der Zoo!

Stellen Sie sich vor es ist ein schöner Sommertag und Sie möchten einen Ausflug in den Zoo machen. Dort angekommen wartet schon eine Schlange an den Kassen auf Sie. Haben Sie endlich die ersehnten Tickets gekauft, können Sie mit Ihrem Rundgang beginnen. An den unterschiedlichen Gehegen möchten Sie etwas über die Tiere und speziell über diese Exemplare nachlesen. Bei großen Besucherströmen tummeln sich jedoch schon viele Personen an den Informationstafeln. In der Regel geht man einfach weiter und bleibt unwissend.

Die Wartezeiten können durch die Platzierung von Beacons und die Bereitstellung einer passenden App enorm verkürzt oder gänzlich aufgehoben werden. Die Tickets kauft man bequem online und beim Betreten des Zoos erfolgt die Überprüfung mittels Verbindung von Beacons und Ihrem Smartphone. Somit fällt die Wartezeit am Eingang im besten Fall gänzlich Weg. Durch die Platzierung der Beacons an den einzelnen Gehegen findet eine exakte Standortbestimmung statt. An jedem Ort können Ihnen gezielte Informationen – als Audio-, Video- oder Textdatei – zu einzelnen Tieren, zu Angeboten in den Restaurants oder zu Ihrer näheren Umgebung auf Ihrem Smartphone angezeigt werden. Durch die verschiedenen Medien wird der Zugang zu Informationen vereinfacht, was einer geringen Einstiegsschwelle zur Bildung gleichzusetzen ist. Den kleinen Besuchern kann eine „Kinder-Safari“ viel Spaß bereiten und gleichzeitig Wissen spielerisch vermitteln. Durch die Beantwortung verschiedener Fragen zu einzelnen Tieren werden Punkte gesammelt, welche man am Ausgang gegen kleine Prämien eintauschen kann. Eine Route, welche die eigenen Interessen und Vorlieben abdeckt, kann im Vorfeld geplant werden. Der Blick auf den Plan des Zoos ist somit nicht mehr notwendig. Dies alles sollte jedoch nur bei Bedarf geschehen, da sonst eine Informationsflut auf die Besucher einströmt, welche im Endeffekt eher störend als hilfreich ist.

Das Museum!  

Beim Museum verhält es sich ähnlich wie beim Zoo. Die Indoor Ortung ist bei der Nutzung von Beacons sehr genau. Somit können Ihnen auch hier an jedem Ort die passenden Informationen bereitgestellt werden – bei Bedarf. Das Erlebnis kann durch einen passenden Audio-Guide und gezielt ausgewählte Videos (zu Künstlern und Arbeitsweisen) verstärkt werden. Über ein Quiz für die Besucher kann auch hier die Brücke zur Bildung geschlagen werden. Am Ende des Besuchs löst man die erreichten Punkte gegen kleine Prämien ein. Auch die Indoor-Navigation ist eine interessante Möglichkeit, welche die neue Technologie bietet. So können abseits des vorgeschriebenen Rundgangs neue persönliche Routen erstellt werden.

Der Flughafen oder der Bahnhof!

Sinnvolle Anwendungsbereiche für die zielgerichtete und zeitsparende Indoor-Navigation sind fertiggestellte internationale Flughäfen und Bahnhöfe. Da man oft nur wenig Zeit für das Umsteigen in den Anschlussflug oder den nächsten Zug hat, wird der kurze Aufenthalt oft mit viel Stress verbunden. Um diesem Problem vorzubeugen, können Beacons und eine passende App zum Einsatz kommen. Zunächst erfolgt eine genaue Bestimmung Ihres Standorts. Anschließend können Sie Ihrer App mitteilen, zu welchem Terminal oder Bahnsteig Sie müssen. Es beginnt die bequeme Navigation zu Ihrem Ziel. Durch eine integrierte Distanzanzeige und den dazugehörigen Timer, wissen Sie immer wie weit Ihr Ziel entfernt ist und wie viel Zeit Sie zum Erreichen benötigen. Somit wird die oft stressige und hektische Suche nach dem entsprechenden Terminal oder Bahnsteig um ein wesentliches leichter. Zusätzlich kann das Boarding vereinfacht werden, indem die Tickets auf dem Smartphone durch die Beacons erkannt und gescannt werden. Damit steht der geplanten Reise nichts mehr im Wege.

Navigation im Nahfeldbereich

Ein Beacon der Firma estimote im Einsatz (http://estimote.com/press-kit/)

Ist schon alles Gold was glänzt?

Die Gedankenspiele über mögliche Einsatzorte für die Beacon-Technologie und die dazugehörigen Apps sind schon sehr vielversprechend. Man muss hier jedoch auch mögliche Probleme und rechtliche Grenzen betrachten. Die Reichweite (max. 30 Meter) der Technologie und die exakte Ortung – Indoor und Outdoor – setzt das Vorhandsein einer Vielzahl an Beacons in einem Bereich voraus. Da es sich dabei um Hardware handelt, muss diese regelmäßig gewartet und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Hierfür wird Personal benötigt, wodurch die Personalkosten steigen. Dies ist zwar nicht das Problem der Anwender, jedoch der Betreiber, welche über die Einführung einer neuen Technologie entscheiden.

Der Datenaustausch zwischen den Beacons und dem jeweiligen Smartphone sollte nicht permanent stattfinden, sondern nur bei Bedarf. Ein dauerhafter Informationsfluss macht den Ausflug schnell zum nervtötenden Erlebnis, da das Smartphone alle paar Minuten läutet oder vibriert. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass benutzerdefinierte Einstellungen in den Apps möglich sind, um nur das zu erhalten, was wirklich von Interesse ist. Die Einstellungsmöglichkeiten sollten dabei zeitgleich benutzerfreundlich sein und kein abgeschlossenes Studium im IT-Bereich voraussetzen.

Die Speicherung von persönlichen Daten sollte vermieden werden. In der heutigen Zeit, welche durch Schlagzeilen wie „NSA-Affäre“ oder „Gläserner Bürger“ geprägt wird, ist dies ein ganz sensibles Thema. Meiner Meinung nach sollten das Verhalten und die Interessen der Nutzer einer solchen Technologie nicht zusätzlich erfasst werden. Es bleibt also abzuwarten in welchem Umfang diese vielversprechende Technologie wirklich zum Einsatz kommt und welche Vor- oder Nachteile sie bürgt.

Hier geht es zu meinem Artikel der die iBeacon Technologie detailliert erläutert.

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In der digitalen Welt zu Hause, jedoch nicht den Bezug zur Realität verlierend. Immer auf der Suche nach dem Salz in der Suppe und ohne Furcht vor neuen, unvorstellbaren digitalen Erleuchtungen. Ob Pro-Gaming oder Sport auf dem Centre-Court, weniger als das Maximum zählt nicht. Zur Entspannung feinste House Music aus den Boxen, um anschließend wieder durch die Leitungen der vernetzten Welt zu schwirren. In diesem Sinne Boomshakalaka

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