Futuristic AR

von Rolf Diederich — Gepostet in AR am 12. Februar 2015

Die Technologie der Augmented Reality beschäftigt nun nicht nur diese Serie seit mehreren Wochen, sondern auch die restlich technische Welt seit einigen Jahrzehnten. In diesem Artikel möchte ich mit Ihnen einmal zurückblicken und die entscheidenden Faktoren bei der Etablierung einer neuen Technologie abschließend beleuchten.

Welche Ziele verfolgt die AR-Technologie?

Die diversen Anwendungen und Endgeräte der AR haben es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem die visuelle Wahrnehmung der Realität des Nutzers zu erweitern. Die Informationen oder Bilder werden dabei in das Sichtfeld eingeblendet und sie ergänzen oder überlagern die natürlichen Sinneseindrücke unseres Auges. Da wir für viele Tätigkeiten nur einen Teil unseres Sichtfeldes benötigen, wird das übrige lediglich für die periphere Wahrnehmung genutzt. Indem wir dieses sich im Leerlauf befindende visuelle Potenzial nutzen und es mit zusätzlichen relevanten Inhalten befüllen, eröffnen sich uns große Mengen an Einsatzmöglichkeiten für die AR. Besonders spannende an dieser Technologie ist, dass sie uns somit in fast allen Lebenslagen unterstützen kann. Das zugrunde liegende Konzept lässt sich also als äußerst sinnvoll und vielversprechend bewerten.

AR_2

 

Welche sinnvollen Anwendungsformen gibt es?

Sobald eine neue Technologie auf dem Markt erscheint, stellt sich nicht nur die Frage, wie Entwickler diese sinnvoll einsetzen können, sondern auch, ob die angebotenen Produkte von den Verbrauchern akzeptiert und langfristig genutzt werden. In den letzten drei Artikeln haben wir uns drei verschiedenen Formen der Verwendung von AR zugewandt. Die AR-Browser konnten vor allem durch ihre proaktive Funktionsweise überzeugen. Durch das breit gefächerte Angebot an Anwendungen, welche auch durch nutzergenerierte Inhalte erweitert werden können, finden sie in vielen verschiedenen Situationen des Alltags Einsatzmöglichkeiten. Der AR-Browser stellt also vor allem eine Umgebung dar, in der Nutzer selbst Inhalte kreieren und anbieten können, wodurch langfristig ein großes Wachstumspotenzial entsteht.Aktuell enttäuschen diese Anwendungen jedoch noch etwas, da technische Mängel in den Bereichen der Geschwindigkeit und Präzision die Bedienung erschweren. Außerdem wird das große potenzielle Spektrum der Anwendungen erst von wenigen Produkten und Dienstleistungen unterstützt. Da diese Probleme technischer Natur sind, kann man sie wohl durch zukünftige Entwicklungen nach und nach beheben. Für Anwender, die gerne eine große Bandbreite an AR-Funktionen nutzen möchten, werden AR-Browser also ein ideales Werkzeug darstellen.

Die nativen AR-Apps konnten hier schon deutlich besser überzeugen. Durch die Fokussierung auf eine Kernfunktion, wird diese in der Regel gut bis sehr gut umgesetzt. Leider entpuppen sich viele Apps dieser Kategorie als simple Spielereien, die nur für eine kurze Zeit begeistern können. Der bescheidene Rest kann einem aber dafür innerhalb thematischer Nischen sehr nützliche Dienste erweisen, wie es z.B. Theodolite beim Wandern tut. Da sie jedoch technisch meist ausgereifter sind als die aktuellen AR-Browser und inhaltlich weniger auf der Unterstützung von Fremdanbietern beruhen, werden sie mittelfristig für viele Nutzer noch den Einstieg in den Bereich der Augmented Reality erleichtern.

Wearables, also am Körper getragene elektronische Endgeräte, stehen in ihrer Entwicklung noch verhältnismäßig am Anfang. Doch schon jetzt scheint es sich anzudeuten, dass diese Geräte den breiten Einsatz der AR-Technologie innerhalb der Bevölkerung stärker denn je etablieren werden. Als vorteilhaft erweist sich hier vor allem der erleichterte Einsatz, da die zu scannende Umgebung nicht erst nach dem Start der jeweiligen App manuell anvisiert werden muss. Ein AR-Browser kann hier direkt in das Gerät eingebaut werden, wodurch die proaktiven Funktionen stets aktiviert bleiben können. Am Beispiel von Google Glass haben wir gesehen, wie deren Nutzer die AR-Technologie zukünftig bequem in ihr alltägliches Leben einbinden werden. Problematisch erwiesen sich hier vor allem noch ungeklärte Fragen des Schutzes der Privatsphäre und der persönlichen Daten. Da Google Glass in diesem Bereich die Rolle eines Pioniers in einem kritischen rechtlichen Gebiet einnimmt, werden die damit verbundenen Bedenken bis zum offiziellen Verkaufsstart immer weiter ansteigen. Hier gilt es also noch abzuwarten, wie Google dieser Problematik begegnen wird und ob ihr Produkt die gewünschte technische Revolution einleiten kann.

Wie sieht die Zukunft der Augmented Reality aus?

So wie die Verbreitung des Touchscreens das Fundament für neue Anwendungen und Geräte bereitete, so erhoffen sich auch Entwickler im Bereich der Augmented Reality einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Vorstellungen und Standards der täglichen Informationsverarbeitung nehmen zu können. Smartphones und Tablets erlauben es uns bereits, zu jedem Zeitpunkt auf Informationen und nützliche Funktionen zurückgreifen zu können. Die direkte Einbindung dieser Elemente in unsere Umgebung kann den Zugriff deutlich beschleunigen und situationsgemäß präzisieren. Sobald wir diese Technik in der Form von Wearables nun auch noch zeitlich konstant einsetzen, beginnen wir damit, unsere visuelle Wahrnehmung der Realität und unser digitales Leben miteinander zu fusionieren. Während diese Kopplung für viele Menschen befremdlich oder sogar bedrohlich erscheint, könnte sie zukünftig eine zentrale Rolle innerhalb unseres fortschreitenden Informationszeitalters einnehmen. Auch wenn solche Visionen aktuell bloße Zukunftsmusik darstellen, bergen die Entwicklungen der Augmented Reality ein enormes Potenzial. Und so können wir gespannt in die Zukunft blicken und abwarten, welche Überraschungen die anstehenden Anwendungen und Geräte noch für uns bereithalten.

 

(images are under cc licence; thank you to sndrv and taedc for supplying it)

 

Futuristic AR

AR

Was bringt die Zukunft der Augmented Reality - Ein Blick an den Rand der Jetztzeit

Die Technologie der Augmented Reality beschäftigt nun nicht nur diese Serie seit mehreren Wochen, sondern auch die restlich technische Welt seit einigen Jahrzehnten. In diesem Artikel möchte ich mit Ihnen einmal zurückblicken und die entscheidenden Faktoren bei der Etablierung einer neuen Technologie abschließend beleuchten.

Welche Ziele verfolgt die AR-Technologie?

Die diversen Anwendungen und Endgeräte der AR haben es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem die visuelle Wahrnehmung der Realität des Nutzers zu erweitern. Die Informationen oder Bilder werden dabei in das Sichtfeld eingeblendet und sie ergänzen oder überlagern die natürlichen Sinneseindrücke unseres Auges. Da wir für viele Tätigkeiten nur einen Teil unseres Sichtfeldes benötigen, wird das übrige lediglich für die periphere Wahrnehmung genutzt. Indem wir dieses sich im Leerlauf befindende visuelle Potenzial nutzen und es mit zusätzlichen relevanten Inhalten befüllen, eröffnen sich uns große Mengen an Einsatzmöglichkeiten für die AR. Besonders spannende an dieser Technologie ist, dass sie uns somit in fast allen Lebenslagen unterstützen kann. Das zugrunde liegende Konzept lässt sich also als äußerst sinnvoll und vielversprechend bewerten.

AR_2

 

Welche sinnvollen Anwendungsformen gibt es?

Sobald eine neue Technologie auf dem Markt erscheint, stellt sich nicht nur die Frage, wie Entwickler diese sinnvoll einsetzen können, sondern auch, ob die angebotenen Produkte von den Verbrauchern akzeptiert und langfristig genutzt werden. In den letzten drei Artikeln haben wir uns drei verschiedenen Formen der Verwendung von AR zugewandt. Die AR-Browser konnten vor allem durch ihre proaktive Funktionsweise überzeugen. Durch das breit gefächerte Angebot an Anwendungen, welche auch durch nutzergenerierte Inhalte erweitert werden können, finden sie in vielen verschiedenen Situationen des Alltags Einsatzmöglichkeiten. Der AR-Browser stellt also vor allem eine Umgebung dar, in der Nutzer selbst Inhalte kreieren und anbieten können, wodurch langfristig ein großes Wachstumspotenzial entsteht.Aktuell enttäuschen diese Anwendungen jedoch noch etwas, da technische Mängel in den Bereichen der Geschwindigkeit und Präzision die Bedienung erschweren. Außerdem wird das große potenzielle Spektrum der Anwendungen erst von wenigen Produkten und Dienstleistungen unterstützt. Da diese Probleme technischer Natur sind, kann man sie wohl durch zukünftige Entwicklungen nach und nach beheben. Für Anwender, die gerne eine große Bandbreite an AR-Funktionen nutzen möchten, werden AR-Browser also ein ideales Werkzeug darstellen.

Die nativen AR-Apps konnten hier schon deutlich besser überzeugen. Durch die Fokussierung auf eine Kernfunktion, wird diese in der Regel gut bis sehr gut umgesetzt. Leider entpuppen sich viele Apps dieser Kategorie als simple Spielereien, die nur für eine kurze Zeit begeistern können. Der bescheidene Rest kann einem aber dafür innerhalb thematischer Nischen sehr nützliche Dienste erweisen, wie es z.B. Theodolite beim Wandern tut. Da sie jedoch technisch meist ausgereifter sind als die aktuellen AR-Browser und inhaltlich weniger auf der Unterstützung von Fremdanbietern beruhen, werden sie mittelfristig für viele Nutzer noch den Einstieg in den Bereich der Augmented Reality erleichtern.

Wearables, also am Körper getragene elektronische Endgeräte, stehen in ihrer Entwicklung noch verhältnismäßig am Anfang. Doch schon jetzt scheint es sich anzudeuten, dass diese Geräte den breiten Einsatz der AR-Technologie innerhalb der Bevölkerung stärker denn je etablieren werden. Als vorteilhaft erweist sich hier vor allem der erleichterte Einsatz, da die zu scannende Umgebung nicht erst nach dem Start der jeweiligen App manuell anvisiert werden muss. Ein AR-Browser kann hier direkt in das Gerät eingebaut werden, wodurch die proaktiven Funktionen stets aktiviert bleiben können. Am Beispiel von Google Glass haben wir gesehen, wie deren Nutzer die AR-Technologie zukünftig bequem in ihr alltägliches Leben einbinden werden. Problematisch erwiesen sich hier vor allem noch ungeklärte Fragen des Schutzes der Privatsphäre und der persönlichen Daten. Da Google Glass in diesem Bereich die Rolle eines Pioniers in einem kritischen rechtlichen Gebiet einnimmt, werden die damit verbundenen Bedenken bis zum offiziellen Verkaufsstart immer weiter ansteigen. Hier gilt es also noch abzuwarten, wie Google dieser Problematik begegnen wird und ob ihr Produkt die gewünschte technische Revolution einleiten kann.

Wie sieht die Zukunft der Augmented Reality aus?

So wie die Verbreitung des Touchscreens das Fundament für neue Anwendungen und Geräte bereitete, so erhoffen sich auch Entwickler im Bereich der Augmented Reality einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Vorstellungen und Standards der täglichen Informationsverarbeitung nehmen zu können. Smartphones und Tablets erlauben es uns bereits, zu jedem Zeitpunkt auf Informationen und nützliche Funktionen zurückgreifen zu können. Die direkte Einbindung dieser Elemente in unsere Umgebung kann den Zugriff deutlich beschleunigen und situationsgemäß präzisieren. Sobald wir diese Technik in der Form von Wearables nun auch noch zeitlich konstant einsetzen, beginnen wir damit, unsere visuelle Wahrnehmung der Realität und unser digitales Leben miteinander zu fusionieren. Während diese Kopplung für viele Menschen befremdlich oder sogar bedrohlich erscheint, könnte sie zukünftig eine zentrale Rolle innerhalb unseres fortschreitenden Informationszeitalters einnehmen. Auch wenn solche Visionen aktuell bloße Zukunftsmusik darstellen, bergen die Entwicklungen der Augmented Reality ein enormes Potenzial. Und so können wir gespannt in die Zukunft blicken und abwarten, welche Überraschungen die anstehenden Anwendungen und Geräte noch für uns bereithalten.

 

(images are under cc licence; thank you to sndrv and taedc for supplying it)

 

Ähnliche Artikel

Wenn die morgendliche Müdigkeit dank des Schlürfens einer Mate überwunden wurde, vermag er es dank seines Psychologie-Studiums für fast jedes Problem der Kunden eine Lösung zu finden. Zwischendurch gilt es, in Sachen Pop-Culture auf dem Laufenden zu bleiben, dem Spott (oder Neid) gegen den Lieblingsverein zu trotzen und dann frei nach dem Motto „ist das Kunst oder kann das weg?“ im Blog den aktuellen Entwicklungen der neuen Medien hinsichtlich ihrer Tauglichkeit argwöhnisch auf den Zahn zu fühlen. Abends folgen auf die harten Worte des täglichen Trash-Talks auch Taten, indem die Kollegen bei einer Runde Fifa genüsslich in ihre Schranken verwiesen werden.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.