Qixxit – Wo geht’s nach Rom?

von Marlene Schrefler — Gepostet in AR am 1. Juli 2014

Nach dem Motto „Viele Wege sind möglich, aber nur wenige sinnvoll“ ist gerade die App Qixxit der Deutschen Bahn für Android- und iOS-Geräte live gegangen. Mit ihr lassen sich Routen mittels verschiedenster Verkehrsmittel planen und Reiseoptionen auf einen Blick vergleichen. Die App wirbt mit Schlagworten wie „Individuelle“ und „Multimodale Mobilität“ und setzt sich zum Ziel, die optimale Routenplanung dank größtmöglicher Neutralität bei der Einbeziehung der Kooperationspartner zu ermöglichen. So werden alle Fortbewegungsmittel zu Luft, Land und Wasser berücksichtigt. Der Begleitmodus als digitales Tool zur Reisebegleitung in Echtzeit bezieht jeden Schritt des Weges in die Berechnungen mit ein. Er bietet so neben einer Weckfunktion und einer Umstiegsvorschau auch eine Fortschrittsanzeige für den ungeduldigen Reisenden, um auch noch den kleinsten Schritt der Route zielgenau zu planen und per mobilem Gerät zu timen. Das Smartphone soll so zum persönlichen Reisebegleiter und die einzelne App zum Knotenpunkt für alle erforderlichen Informationen werden.

Qixxit setzt es sich zum Ziel, möglichst alle Optionen zur Reiseplanung punktgenau abrufbar zu machen. Dies gelingt jedoch momentan noch nicht vollständig, da die Partner der Mobilitätsapp sich momentan noch auf eine begrenzte Anzahl belaufen. An Carsharing-Partnern steht derzeit beispielsweise nur die Option der Marke Flinkster zur Auswahl, dem hauseigenen Angebot der Deutschen Bahn. Dies hat zur Folge, dass die Effizienz, mit der geworben wird, derzeit noch nicht in der Praxis erkennbar umgesetzt werden kann. Die App findet entgegengesetzt der auf der Internetseite beworbenen Multimobilität nicht die günstigste Verbindung mit der optimalen Reisezeit, wenn das Kontingent auf Grund fehlender Kooperationen mit den besten Anbietern Beschränkungen unterliegt. Das gesetzte Ziel, „das Beste aus allem“ herauszufiltern und so den User möglichst effizient und bequem mittels Smartphone bei seiner Reiseplanung von A nach B zu unterstützen, ist damit noch lange nicht erreicht.

Die Qual der Wahl - Verkehrsmittel

Zwar kann in der Zusammenfassung von Insellösungen ein deutlicher Fortschritt gesehen werden, jedoch zeigt die App noch deutliche Schwachstellen auf, die die Handhabung und den angestrebten Komfort beeinträchtigen. So können etwa bisher keine Tickets direkt über die App gebucht werden, sondern nur per Weiterleitung zu den jeweiligen Ticketanbietern. Das kostet Zeit und macht die in der Gestaltung erkennbare Eleganz der App gleich wieder zunichte.
Laut der Qixxit-Internetseite soll der innovative Wert der App in der Gewährleistung der besten Kombination aus allen möglichen Verkehrsmitteln bestehen, aber noch mehr in der Nutzung der modernen Technik per Smartphone – bloß dass dies mittlerweile keine Neuigkeit für den Mobilitätsmarkt mehr darstellt. Wirklich innovativ wäre eine allumfassende Lösung, die die Buchung von Tickets inkludiert und ein breites Spektrum von Anbietern beinhaltet, um so mit möglichst wenigen Suchbewegungen wirklich alle Lösungen auf einen Blick präsentiert zu bekommen. Scheitert dieser Ansatz momentan noch an der Verknüpfung unterschiedlichster Schnittstellen, wäre es doch umso beeindruckender, würde man den API-Salat überwinden und so das volle Potential der App erschließen.

Die Konkurrenz-App moovel legt ihren Schwerpunkt auf den eingebundenen Service car2go und setzt auf radikale Vereinfachung bei der Reiseplanung im In- und Ausland und bietet so komplementär die Ergänzung zu den Diensten von Qixxit.

Während Qixxit an sich praktikable Lösungen bietet und in der Handhabung übersichtlich ist, stellt sich doch die Frage, ob in naher Zukunft die App so ausgebaut wird, dass die angestrebte Anbieterneutralität erreicht und das Spektrum stetig erweitert wird. Das Potential zur perfekten Mobilitätsapp gibt sich zwar bei der Benutzung deutlich zu erkennen, und besonders die übersichtliche Darstellung und das ansprechende, schlichte Design stellen einen Pluspunkt von Qixxit dar. Trotzdem ist das Maß an Effizienz und Komfort bei der Routenplanung noch lange nicht erreicht. Bis dies der Fall sein wird, lohnt es sich für den Smartphonenutzer auf Reisen dann doch, noch einmal den Blick vom Gerät zu heben.

Qixxit App

Qixxit – Wo geht’s nach Rom?

AR

Qixxit – App zur optimalen Verkehrsmittelwahl von A nach B

Nach dem Motto „Viele Wege sind möglich, aber nur wenige sinnvoll“ ist gerade die App Qixxit der Deutschen Bahn für Android- und iOS-Geräte live gegangen. Mit ihr lassen sich Routen mittels verschiedenster Verkehrsmittel planen und Reiseoptionen auf einen Blick vergleichen. Die App wirbt mit Schlagworten wie „Individuelle“ und „Multimodale Mobilität“ und setzt sich zum Ziel, die optimale Routenplanung dank größtmöglicher Neutralität bei der Einbeziehung der Kooperationspartner zu ermöglichen. So werden alle Fortbewegungsmittel zu Luft, Land und Wasser berücksichtigt. Der Begleitmodus als digitales Tool zur Reisebegleitung in Echtzeit bezieht jeden Schritt des Weges in die Berechnungen mit ein. Er bietet so neben einer Weckfunktion und einer Umstiegsvorschau auch eine Fortschrittsanzeige für den ungeduldigen Reisenden, um auch noch den kleinsten Schritt der Route zielgenau zu planen und per mobilem Gerät zu timen. Das Smartphone soll so zum persönlichen Reisebegleiter und die einzelne App zum Knotenpunkt für alle erforderlichen Informationen werden.

Qixxit setzt es sich zum Ziel, möglichst alle Optionen zur Reiseplanung punktgenau abrufbar zu machen. Dies gelingt jedoch momentan noch nicht vollständig, da die Partner der Mobilitätsapp sich momentan noch auf eine begrenzte Anzahl belaufen. An Carsharing-Partnern steht derzeit beispielsweise nur die Option der Marke Flinkster zur Auswahl, dem hauseigenen Angebot der Deutschen Bahn. Dies hat zur Folge, dass die Effizienz, mit der geworben wird, derzeit noch nicht in der Praxis erkennbar umgesetzt werden kann. Die App findet entgegengesetzt der auf der Internetseite beworbenen Multimobilität nicht die günstigste Verbindung mit der optimalen Reisezeit, wenn das Kontingent auf Grund fehlender Kooperationen mit den besten Anbietern Beschränkungen unterliegt. Das gesetzte Ziel, „das Beste aus allem“ herauszufiltern und so den User möglichst effizient und bequem mittels Smartphone bei seiner Reiseplanung von A nach B zu unterstützen, ist damit noch lange nicht erreicht.

Die Qual der Wahl - Verkehrsmittel

Zwar kann in der Zusammenfassung von Insellösungen ein deutlicher Fortschritt gesehen werden, jedoch zeigt die App noch deutliche Schwachstellen auf, die die Handhabung und den angestrebten Komfort beeinträchtigen. So können etwa bisher keine Tickets direkt über die App gebucht werden, sondern nur per Weiterleitung zu den jeweiligen Ticketanbietern. Das kostet Zeit und macht die in der Gestaltung erkennbare Eleganz der App gleich wieder zunichte.
Laut der Qixxit-Internetseite soll der innovative Wert der App in der Gewährleistung der besten Kombination aus allen möglichen Verkehrsmitteln bestehen, aber noch mehr in der Nutzung der modernen Technik per Smartphone – bloß dass dies mittlerweile keine Neuigkeit für den Mobilitätsmarkt mehr darstellt. Wirklich innovativ wäre eine allumfassende Lösung, die die Buchung von Tickets inkludiert und ein breites Spektrum von Anbietern beinhaltet, um so mit möglichst wenigen Suchbewegungen wirklich alle Lösungen auf einen Blick präsentiert zu bekommen. Scheitert dieser Ansatz momentan noch an der Verknüpfung unterschiedlichster Schnittstellen, wäre es doch umso beeindruckender, würde man den API-Salat überwinden und so das volle Potential der App erschließen.

Die Konkurrenz-App moovel legt ihren Schwerpunkt auf den eingebundenen Service car2go und setzt auf radikale Vereinfachung bei der Reiseplanung im In- und Ausland und bietet so komplementär die Ergänzung zu den Diensten von Qixxit.

Während Qixxit an sich praktikable Lösungen bietet und in der Handhabung übersichtlich ist, stellt sich doch die Frage, ob in naher Zukunft die App so ausgebaut wird, dass die angestrebte Anbieterneutralität erreicht und das Spektrum stetig erweitert wird. Das Potential zur perfekten Mobilitätsapp gibt sich zwar bei der Benutzung deutlich zu erkennen, und besonders die übersichtliche Darstellung und das ansprechende, schlichte Design stellen einen Pluspunkt von Qixxit dar. Trotzdem ist das Maß an Effizienz und Komfort bei der Routenplanung noch lange nicht erreicht. Bis dies der Fall sein wird, lohnt es sich für den Smartphonenutzer auf Reisen dann doch, noch einmal den Blick vom Gerät zu heben.

Qixxit App

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