Was bedeutet eigentlich scook?

von Christopher Bruder — Gepostet in Bildung am 11. April 2014

In Stuttgart auf der Didacta haben die Cornelsen Schulverlage scook präsentiert. scook ist eine Plattform für Lehrer und ihre Schüler. Lehrer erhalten auf der Plattform Zusatzmaterialien passgenau am Lehrwerk, können eigene Materialien verwalten und mit ihren Schülern interagieren. Als Ausgangsbasis wird dabei das digitale Pendant des gedruckten Lehrwerks verwendet.

Die Cornelsen Schulverlage zeichnen mit scook eine eigene Vision, wie zukünftig mit Schulbüchern digital agiert werden kann. Noch im vergangenen Jahr präsentierte Cornelsen, mit anderen Verlagen zusammen, die globale Verbandslösung des digitalen Schulbuchs auf der Didacta. Dabei handelte es sich im Grunde um ein klassisches E-Book des jeweiligen Printwerks und man fragte sich, wo hier genau der Mehrwert für die Schule liegt, außer dass die Schultasche leichter wird.

scook ist nun die eigene Vision von Cornelsen  vom „digitalen Schulbuch der Zukunft“, die sich stark an den Bedürfnissen der Lehrer und ihrer Schüler ausrichtet. scook wurde in enger Abstimmung mit einem Lehrerbeirat entwickelt und versteht sich selber nicht als „fertiges“ Produkt, denn scook lebt. Es wird agil umgesetzt und soll kontinuierlich wachsen.

scook Logo Lernplattform

Was kann scook?

Wenn man ein Schulbuch erwirbt, so kann dieses zukünftig auf scook genutzt werden. Dazu werden in den Printwerken entsprechende Codes abgedruckt, die die Freischaltung authentifizieren. Zum aktuellen Start kann die Freischaltung auch ohne einen Code vorgenommen werden, wenn man im Besitz des entsprechenden Lehrwerks ist. Zum Schuljahr 2014/2015 sollen 300 Lehrwerke auf scook zur Verfügung stehen, die dort als digitales Abbild des Printwerks genutzt werden können. Hier gibt es die klassischen Funktionen eines Bookviewers, sodass das Lehrwerk im Unterricht als Projektion eingesetzt oder von Schülern als E-Book genutzt werden kann.

Innerhalb der Buchansicht entsteht dann der wirkliche Mehrwert von scook. Hier gibt es Zusatzmaterial, das seitenspezifisch angezeigt wird und genutzt werden kann, da Cornelsen seinen Unterrichtsmanager für Lehrer integriert hat. Es können innerhalb von scook auf diesem Weg Leistungsmessungen, Arbeitsblätter, Videos und Animationen durch die Lehrkraft direkt an den jeweiligen Seiten des Buches genutzt werden. Wer jetzt davon ausgeht, dass es sich hier lediglich um Materialien von Cornelsen handelt der irrt, denn scook versteht sich nicht als geschlossener Cornelsen-Mikrokosmos. Partner sind dazu eingeladen, auf scook Content zur Verfügung zu stellen. Aktuell bestehen Partnerschaften mit FWU, Bettermarks und Papagei TV. Weitere Partner werden aktiv gesucht und sind eingeladen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Lehrkräfte eigene Materialen in ihrem scook-Account hochladen, sodass für eine gelungene Unterrichtsvorbereitung alles an einem Ort zu finden ist. Eine Zusammenarbeit mit Microsoft und hier speziell der Office-Reihe wurde ebenfalls bekannt gegeben.

Mit den Materialien auf scook kann die Lehrkraft eine Unterrichtstunde binnen 5 Minuten auf scook planen. Mit Hilfe eines Unterrichtsplaners können die angezeigten  und eigenen Materialien für eine Stunde zusammengeführt und strukturiert werden. Bei Bedarf kann die Lehrkraft die Materialien mit ihren Schülern in einem virtuellen Klassenraum teilen. Die Lehrkraft entscheidet, ob die Schüler untereinander kommunizieren können, um sich beispielsweise ggf. Hilfestellungen zu geben.

Zusätzlich wird auf scook der Bereich „Weiterwissen“ für registrierte Nutzer angeboten. Hier finden Schüler z. B. Informationen, wie Sie Vorträge richtig vor- und aufbereiten und Lehrer didaktische Hinweise und Neuheiten.

Zukünftig sollen Schüler auf scook ihr Wissen testen und vertiefen können, indem Sie Inhalte interaktiv aufbereitet bekommen und ihnen auch Lernmodule angeboten werden.

Die Cornelsen Schulverlage liefern mit scook einen ganzheitlichen Ansatz für die Anwendung des Schulbuchs in der digitalen Welt.

Der Praxistest

scook macht einen guten ersten Eindruck. Die Registrierung ist kostenfrei und wenn man ein Lehrwerk bereits besitzt, das auf scook vorhanden ist, so lässt sich dieses schnell aktivieren. Das responsive Design erinnert stark an Microsoft und ist von der Bedienung her gelungen. Während des Tests traten hin und wieder kleine Darstellungsfehler auf (z. B. auf dem iPhone), die aber nicht wirklich die Funktion beeinträchtigt haben. Materialien gab es bei dem Test bisher nur bei ausgewählten Lehrwerken.

Am gelungensten finde ich persönlich die Möglichkeit für Lehrkräfte eine Unterrichtsstunde mit ein paar Klicks zu erstellen und diese dann ggf. mit den Schülern oder Kollegen zu teilen. Allerdings war bei meinem Test die Kommunikationsmöglichkeit noch nicht aktiv.

Ein Problem sehe ich aktuell darin, dass man scook nur online nutzen kann. Man teilte mir aber auf Anfrage mit, dass eine Offline-Variante in Planung ist.

Kurz gefasst kann man wohl sagen, dass scook einen gelungenen Start hingelegt hat. Die Vision weckt die Vorstellung, dass man als Lehrkraft und Schüler zukünftig digital sinnhaft mit dem Schulbuch agieren kann. Der scook-Start und die Präsentation der Vision machen viel Lust auf die Zukunft. Ich begrüße diesen visionären Ansatz, der, was den Elan und die Stimmung am Didacta-Stand angeht, schon fast Start-Up Charakter hat. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Zeitgeist scook erhalten bleibt, denn dann könnte sich die Plattform zu einem aufregenden Produkt für die Schule entwickeln.

Einen eigenen Eindruck kann man sich direkt bei scook verschaffen.

Was bedeutet eigentlich scook?

Bildung

scook – Cornelsen startet seine eigene digitale Version des Schulbuchs.

In Stuttgart auf der Didacta haben die Cornelsen Schulverlage scook präsentiert. scook ist eine Plattform für Lehrer und ihre Schüler. Lehrer erhalten auf der Plattform Zusatzmaterialien passgenau am Lehrwerk, können eigene Materialien verwalten und mit ihren Schülern interagieren. Als Ausgangsbasis wird dabei das digitale Pendant des gedruckten Lehrwerks verwendet.

Die Cornelsen Schulverlage zeichnen mit scook eine eigene Vision, wie zukünftig mit Schulbüchern digital agiert werden kann. Noch im vergangenen Jahr präsentierte Cornelsen, mit anderen Verlagen zusammen, die globale Verbandslösung des digitalen Schulbuchs auf der Didacta. Dabei handelte es sich im Grunde um ein klassisches E-Book des jeweiligen Printwerks und man fragte sich, wo hier genau der Mehrwert für die Schule liegt, außer dass die Schultasche leichter wird.

scook ist nun die eigene Vision von Cornelsen  vom „digitalen Schulbuch der Zukunft“, die sich stark an den Bedürfnissen der Lehrer und ihrer Schüler ausrichtet. scook wurde in enger Abstimmung mit einem Lehrerbeirat entwickelt und versteht sich selber nicht als „fertiges“ Produkt, denn scook lebt. Es wird agil umgesetzt und soll kontinuierlich wachsen.

scook Logo Lernplattform

Was kann scook?

Wenn man ein Schulbuch erwirbt, so kann dieses zukünftig auf scook genutzt werden. Dazu werden in den Printwerken entsprechende Codes abgedruckt, die die Freischaltung authentifizieren. Zum aktuellen Start kann die Freischaltung auch ohne einen Code vorgenommen werden, wenn man im Besitz des entsprechenden Lehrwerks ist. Zum Schuljahr 2014/2015 sollen 300 Lehrwerke auf scook zur Verfügung stehen, die dort als digitales Abbild des Printwerks genutzt werden können. Hier gibt es die klassischen Funktionen eines Bookviewers, sodass das Lehrwerk im Unterricht als Projektion eingesetzt oder von Schülern als E-Book genutzt werden kann.

Innerhalb der Buchansicht entsteht dann der wirkliche Mehrwert von scook. Hier gibt es Zusatzmaterial, das seitenspezifisch angezeigt wird und genutzt werden kann, da Cornelsen seinen Unterrichtsmanager für Lehrer integriert hat. Es können innerhalb von scook auf diesem Weg Leistungsmessungen, Arbeitsblätter, Videos und Animationen durch die Lehrkraft direkt an den jeweiligen Seiten des Buches genutzt werden. Wer jetzt davon ausgeht, dass es sich hier lediglich um Materialien von Cornelsen handelt der irrt, denn scook versteht sich nicht als geschlossener Cornelsen-Mikrokosmos. Partner sind dazu eingeladen, auf scook Content zur Verfügung zu stellen. Aktuell bestehen Partnerschaften mit FWU, Bettermarks und Papagei TV. Weitere Partner werden aktiv gesucht und sind eingeladen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Lehrkräfte eigene Materialen in ihrem scook-Account hochladen, sodass für eine gelungene Unterrichtsvorbereitung alles an einem Ort zu finden ist. Eine Zusammenarbeit mit Microsoft und hier speziell der Office-Reihe wurde ebenfalls bekannt gegeben.

Mit den Materialien auf scook kann die Lehrkraft eine Unterrichtstunde binnen 5 Minuten auf scook planen. Mit Hilfe eines Unterrichtsplaners können die angezeigten  und eigenen Materialien für eine Stunde zusammengeführt und strukturiert werden. Bei Bedarf kann die Lehrkraft die Materialien mit ihren Schülern in einem virtuellen Klassenraum teilen. Die Lehrkraft entscheidet, ob die Schüler untereinander kommunizieren können, um sich beispielsweise ggf. Hilfestellungen zu geben.

Zusätzlich wird auf scook der Bereich „Weiterwissen“ für registrierte Nutzer angeboten. Hier finden Schüler z. B. Informationen, wie Sie Vorträge richtig vor- und aufbereiten und Lehrer didaktische Hinweise und Neuheiten.

Zukünftig sollen Schüler auf scook ihr Wissen testen und vertiefen können, indem Sie Inhalte interaktiv aufbereitet bekommen und ihnen auch Lernmodule angeboten werden.

Die Cornelsen Schulverlage liefern mit scook einen ganzheitlichen Ansatz für die Anwendung des Schulbuchs in der digitalen Welt.

Der Praxistest

scook macht einen guten ersten Eindruck. Die Registrierung ist kostenfrei und wenn man ein Lehrwerk bereits besitzt, das auf scook vorhanden ist, so lässt sich dieses schnell aktivieren. Das responsive Design erinnert stark an Microsoft und ist von der Bedienung her gelungen. Während des Tests traten hin und wieder kleine Darstellungsfehler auf (z. B. auf dem iPhone), die aber nicht wirklich die Funktion beeinträchtigt haben. Materialien gab es bei dem Test bisher nur bei ausgewählten Lehrwerken.

Am gelungensten finde ich persönlich die Möglichkeit für Lehrkräfte eine Unterrichtsstunde mit ein paar Klicks zu erstellen und diese dann ggf. mit den Schülern oder Kollegen zu teilen. Allerdings war bei meinem Test die Kommunikationsmöglichkeit noch nicht aktiv.

Ein Problem sehe ich aktuell darin, dass man scook nur online nutzen kann. Man teilte mir aber auf Anfrage mit, dass eine Offline-Variante in Planung ist.

Kurz gefasst kann man wohl sagen, dass scook einen gelungenen Start hingelegt hat. Die Vision weckt die Vorstellung, dass man als Lehrkraft und Schüler zukünftig digital sinnhaft mit dem Schulbuch agieren kann. Der scook-Start und die Präsentation der Vision machen viel Lust auf die Zukunft. Ich begrüße diesen visionären Ansatz, der, was den Elan und die Stimmung am Didacta-Stand angeht, schon fast Start-Up Charakter hat. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Zeitgeist scook erhalten bleibt, denn dann könnte sich die Plattform zu einem aufregenden Produkt für die Schule entwickeln.

Einen eigenen Eindruck kann man sich direkt bei scook verschaffen.

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„Oberstudienrat“ in einer Digital Agentur, klingt absurd – macht aber Sinn! Er liebt die Digitalität aus der Sicht des Kunden und möchte ewig lernen. Sinnhaftes Lernen benötigt für ihn „nur“ den richtigen Blickwinkel und keinen Zwangsaktionismus. Als Berliner in Berlin versucht er jeden Tag aufs Neue zu beweisen, dass unfreundlich, rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch kene Berliner Marotte mehr ist. Am liebsten freut er sich nämlich wie Bolle.

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